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Odoo 10 - Suche, Filter und Gruppierung

Die Odoo-Suche ist mächtiger, als es auf den ersten Blick erscheint. Wenn man weiß, wie sie funktioniert, lassen sich auf verschiedensten Wegen Daten wie z.B. Aufträge finden. Gesucht werden kann grundsätzlich in verschiedenen Ansichten (z.B. Listenansicht, Kalenderansicht). Im Folgenden sollen die Suchmöglichkeiten anhand von ein paar einfachen Beispielen gezeigt werden. Zur Erstellung dieses Eintrags wurde Odoo 10 Community verwendet. Für die Verwendung der Suchfunktion in Odoo 10 Enterprise gelten die nachfolgenden Ausführungen entsprechend. Das Suchverhalten älterer Versionen kann abweichen.

Die Suchleiste ist immer oben rechts zu finden. Dort können Suchbegriffe eingegeben und aus einer Vorauswahl von Feldern bereits eingeschränkt werden: 










Abb. 1


Bei Auswahl von „Verkaufsauftrag“ werden die Felder „Auftragsnummer“ und „Kundenreferenz“ durchsucht. Letzteres ist zwar in der Listenansicht nicht zu sehen, wird bei dieser Suchoption aber mit beachtet. Anschließend ist die Ergebnisliste wie folgt eingeschränkt:








Abb. 2


Auch eine ODER-Verknüpfung verschiedener Suchbegriffe ist möglich. Dazu müssen diese einfach nur hintereinander eingegeben werden. Voraussetzung ist aber, dass man das gleiche Feld durchsucht:








Abb. 3


Wählt man während der Eingabe eine andere Suchoption aus den in Abbildung 1 gezeigten, lässt sich z.B. das Feld „Kunde“ gezielt durchsuchen:








Abb. 4


Man erkennt anschließend auch innerhalb der Suchleiste, welche Option gewählt wurde.

Kombiniert man verschiedene Suchoptionen, durchsucht also unterschiedliche Felder, wird die Suche UND-verknüpft:








Abb. 5


Es gibt keinen Auftrag, der eine „07“ in der Auftragsnummer hat und dessen Kunde zusätzlich „Big“ im Namen hat.

Aber:








Abb. 6 


Es gibt einen Auftrag, der eine „07“ in der Auftragsnummer hat und dessen Kunde „export“ im Namen hat.

Auch Wildcard-Suchen sind möglich:








Abb. 7


„S%7“ liefert ein Ergebnis, weil die dazwischenliegenden Zeichen beliebig sind.








Abb. 8


„S7“ hingegen nicht, weil es keinen Auftrag gibt, in dessen Auftragsnummer diese Kombination vorkommt.

Zusätzlich zu diesen einfachen Suchoptionen bietet Odoo noch erweitere Suchmöglichkeiten. Diese sind standardmäßig allerdings ausgeblendet:










Abb. 9


Erst durch das Drücken der Lupe kommen diese zum Vorschein:










Abb. 10


Filter:











Abb. 11


Zum Einen hat man hier eine Auswahl an von Odoo vordefinierten Filtern. Zum Anderen gibt es die Möglichkeit sich selbst Filter zu erstellen – über die „Benutzerdefinierten Filter“. Hier können sämtliche auf den Aufträgen vorhandenen Felder ausgewählt und verschiedene Suchoperatoren angewendet werden (z.B. enthält, enthält nicht, ist gesetzt).

Wie auf dem Screenshot zu sehen, kann man beispielsweise alle Aufträge suchen, deren Verkäufer den Begriff „demo“ enthält. Im Ergebnis sieht das dann so aus:








Abb. 12


Auch die benutzerdefinierten Filter lassen sich kombinieren, indem man Bedingungen hinzufügt:













Abb. 13


Diese werden allerdings ODER-verknüpft:
















Abb. 14


Auf dem folgenden Screenshot lässt sich gut erkennen, was Odoo aus den Sucheingaben macht:











Abb. 15


Oben in der Suchleiste die Suchanfrage und ebenfalls zu sehen: Die gebauten Filter werden zwischengespeichert. Man kann diese nun auch durch anklicken an- und abwählen und mit anderen, vordefinierten Filtern kombinieren:



Abb. 16

Eine solche, zusammen geklickte Kombination wird dann wieder UND-verknüpft. Man erkennt den Unterschied an der Suchleiste und der Ergebnisliste. Ob vordefinierte Filter UND- oder ODER-verknüpft werden, kennzeichnen die Trennlinien innerhalb der Filter. Alles innerhalb einer Trennlinie wird ODER-verknüpft, Kombination darüber hinaus UND.

Zu beachten ist, dass benutzerdefinierte Filter nur solange gespeichert werden, bis die Seite neu geladen wird. Was macht man nun also, wenn man sich in mühevoller Kleinarbeit einen komplexen Filter gebaut hat und diesen häufiger benötigt? Man fügt ihn seinen Favoriten hinzu:







Abb. 17


Man sollte einem Favoriten in jedem Fall einen eindeutigen Namen geben. Die Option „Als Standard benutzen“ hat zur Folge, dass der Filter bei jedem Aufruf des zugehörigen Menüpunktes automatisch vorausgewählt wird. „Mit allen Benutzern teilen“ erlaubt auch anderen Benutzern des Systems, den Filter zu nutzen.

Nach Speicherung sieht das dann so aus:








Abb. 18


Kleines Manko: Ist ein Favorit einmal gespeichert, erkennt man als normaler Nutzer nicht mehr, wie er sich zusammen setzt.

Die letzte Option, „Gruppiere nach...“, soll an dieser Stelle nur noch kurz angerissen werden:








Abb. 19


Gruppierungen funktionieren ähnlich wie Filter. Es können vordefinierte Gruppierungen benutzt oder selbst Felder zum Gruppieren ausgewählt werden. Gruppierungen lassen sich zusätzlich zu einem Filter auswählen, um für bessere Übersicht zu sorgen.